Facebook

Ich habe meine mit Zenkido® in Zusammenhang stehenden Aktivitäten bei Facebook eingestellt.

Ich glaube nicht, dass die Plattform der „Sozialen Netzwerke“ geeignet ist, um mein Angebot bekannter zu machen, meine Klientel zu erweitern, mein Konzept zu verbessern oder in irgendeiner Form zur Bereicherung meiner beruflichen wie persönlichen Entwicklung beitragen zu können.

 

Eine offensive Bewerbung Zenkidos würde mich nicht nur Zeit und Energie kosten (denn die wäre ich natürlich immer bereit zu investieren für die Dinge, die ich als wichtig und richtig erachte), sondern ich bin zu der Erkenntnis gelangt, dass diese Plattform und die damit verbundene Form von „Gemeinschaft“ genau das verkörpert, dem ich mit meinem Angebot entgegenstehe.

 

Mit mir virtuell in eine Interaktion zu treten, erfordert somit zukünftig die Mühe, mir eine Email zu schreiben, die ich dann auch gerne beantworte… übrigens lässt sich so auch gerne ein persönlicher Kontakt herstellen. Ich nehme mir die Zeit für jeden, der ein Interesse an mir und meinem Angebot hat, aber ich bin nicht gewillt, mich selbst in die von Algorithmen vorgegebenen Fenster zu quetschen, die mit einem Klick auf das X das Aus einer Diskussion und aktiven Auseinandersetzubg bedeuten.

 

Dieses Jahr war – und ist es immer noch – für viele Menschen ein Jahr der Entscheidungen, der Veränderung, der Opfer, der Mühe, der Kompromisse. Umso wichtiger erscheint es mir persönlich, gefestigte Haltungen und Überzeugungen zu vertreten, auch – und vielleicht gerade dann – wenn ich mit ihnen „anecke“ oder mir vielleicht sogar gewisse Nachteile dadurch entstehen.

 

Meine kritische Haltung zum digitalen Dogma ("Alles ist besser, wenn es digital ist.") kennt jeder, der mich kennt.

Umso paradoxer, dass ich immer noch so viel unnütze Zeit damit verbringe, mich durch Benachrichtigungen durchzuklicken, die gar nichts mit mir oder meiner Seite zu tun haben, Kommentare in Gruppen versuche zu ignorieren, selbst wenn ich etwas dazu zu sagen hätte...die Maxime "Schweigen ist Gold" gilt im Netz nicht... Achtsamkeit für das Reale, das Lebendige, die Wertschätzung des Gegenübers, Anstand, Respekt, Selbstdisziplin, Toleranz... sehe und erlebe ich nicht. Nichts bleibt unkommentiert, jeder hat im Bruchteil einer Minute zu allem einen kausalen Zusammenhang hergestellt, weiß alles besser und camoufliert mangelndes Wissen mit umso mehr Meinung, fordert dabei endlose Toleranz, ohne sich bewusst zu sein, dass die vorgegaukelte Toleranz lediglich Gleichgültigkeit ist.

 

„Dem Netzwerk ist es gleichgültig, ob es jemanden gibt, oder nicht. Seine Mitglieder müssen weder Opfer bringen noch Verantwortung übernehmen. Wie aber soll jemand in der Lage sein, den Wert einer Gemeinschaft zu erkennen, wenn er nie gezwungen ist, etwas in sie einzubringen?

Wie soll jemand ein Dazugehörigkeitsgefühl empfinden, wenn er ständig den Finger heben, den Mund aufreißen, sein Innenleben ausstellen muss, um von seiner Peergroup nicht vergessen zu werden. Ein soziales Netzwerk ist ein opportunistischer Zusammenschluss aus Einzelkämpfern, die ihre Vorteile privatisieren und Nachteile sozialisieren, ihre Rechte einfordern und Pflichten ignorieren.

Das Netzwerk belohnt keine Solidarität, sondern Smartness, Lautstärke, Marktförmigkeit. Es prämiert Egoismus, gaukelt Gemeinschaft vor und wirft seine Mitglieder auf sich selbst zurück.“ (Tobias Haberl – Die große Entzauberung)

 

Ich werde schauen, ob und wo es auf meiner Homepage eine Rubrik geben können wird, in der ich das aktuelle Geschehen um Zenkido® veröffentlichen kann.

 

 

 

 

 

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